Tanzdrama, die Zweite

Oder auch einfach nur: was gestern geschah

Natürlich kam das Thema “HipHop” gestern wieder auf. Finn fragte, ob er sich verabreden könne, ich sagte ihm, dass heute HipHop sei. Mittags wieder. Und auch der Satz “Mama, eigentlich habe ich keine Lust, zum HipHop zu gehen!” Bevor ich ihm aber in Ruhe unseren Vorschlag unterbreiten konnte, war er auch schon wieder weg. Im Garten, Gekreuch suchen, mit der Nachbarin plaudern…

Nach dem Essen ging er wieder raus und kam plötzlich mit den Worten zu mir “Mama, ich möchte Dir einen Pompromiss vorschlagen…” Und sagte mir genau DAS, was wir ihm auch vorgeschlagen hätten. Er würde noch mal zum Tanzen gehen, bis zum Auftritt – und dann nicht mehr. Ich war schon ein bißchen überrascht, dass er so ganz von selbst auf die Idee kam, denn von unseren Überlegungen zum Thema kann er nichts mitbekommen haben. Und sagte ihm, dass das auch unser Vorschlag gewesen wäre. Und dass gestern das letzte Training vor dem Auftritt sei, weil nächste Woche Montag Feiertag ist. Und dass wir danach eine Pause machen würden, woraufhin er ganz bestimmt sagte, er wolle nicht nur eine Pause machen, sondern gar nicht mehr hingehen. Und er sagte mir auch mehrere Male bis zu unserem Auftritt, dass ICH mit der Trainerin sprechen solle und das auch unbedingt SO sagen soll. Keine Pause, nie nicht mehr. Seine grösste Sorge “was wenn ich Stress kriege!?” – ich erklärte ihm, dass das ja eine freiwillige Sache sei, die man jederzeit (mit guten Gründen, versteht sich) beenden könne.

Damit war das Thema soweit durch, bis wir fast an der Turnhalle waren. Auf einmal bekam der Junior “so ein komisches Bauchgefühl”. Ich sagte ihm, dass es das letzte Training heute sei, zu dem er “müsse” und für einen Moment sah es so aus, als wäre alles soweit in Ordnung, bis…. ja, bis wir draussen vor der Turnhalle sassen, auf die Trainerin warten und er plötzlich anfing zu weinen. Er habe soooo Bauchweh. Er wolle wieder nach Hause. Natürlich haben wir noch gewartet, bis die Trainerin kam, um mit ihr zu sprechen. Sie sprach erst mit Finn alleine, er erzählte ihr, dass er keine Lust mehr auf HipHop habe und schliesslich sprach ich auch noch mal mit ihr. Wir hatten uns ja schon mal darüber unterhalten, dass Finn nicht mehr so viel Spass am HipHop hätte.
Sie bestätigte noch mal, dass es auch gut sein könne, dass er sich langweilt und unterfordert fühlt, eben weil er die Schritte schon lange drauf hat, während die anderen eben länger brauchen und zur Zeit auch immer wieder ganz neue HipHopper dazukommen, für die man dann noch mal ganz von vorne anfangen muss. Sie erzählte mir, dass sie mit ihrer Co-Trainerin auch schon über eine Aufsplittung der Gruppen gesprochen hätte, d.h. dass es eine neue Gruppe aus den Besten der “Kleinen” und den Schlechten der “Grossen” geben solle. Das erfordert aber ein gewisses Mass an Bürokratie und Organisation und wird sicherlich vor den Sommerferien nichts mehr. Finn erzählte sie dann, dass sie nach dem Auftritt ein neues, schnelleres Lied lernen würden und versuchte so, ihn noch mal zu begeistern. Er sagte zwar gestern zu, dass er sich das ansehen wolle, aber das warten wir wohl lieber erstmal ab ;)

Zumindest hat er seiner Trainerin auch noch mal bestätigt, dass er auf jeden Fall beim Auftritt dabei sei. Und dann schickte sie ihn mit den Worten “Leg Dich mal in die Sonne und iss ein Eis” mit mir nach Hause :D Und dreimal dürfen Sie raten, wer spontan schon auf dem Nachhauseweg genas (genoss!? genesen ist!?)

Von Freizeitstress und Bauchweh

Es ist wieder Montag. Unabhängig davon, dass eine ganze Woche zwischen mir und dem nächsten Wochenende liegt, habe ich so ein Gefühl im Bauch.. Kein Schönes. Auch kein richtig schlechtes, zugegeben. Heute ist Montag, der Junior hat heute wieder HipHop. Eigentlich. Er erzählt uns ja schon länger, dass er dort nicht mehr hingehen möchte, dass es ihm keinen Spass macht. Ich habe bei einem zufälligen Treffen auch der Kursleiterin davon erzählt. Sie zeigte Verständnis. Im Moment hangelt die Gruppe sich von Auftritt zu Auftritt. Und wir hangeln uns mit. Sagen Finn, dass er seine Gruppe nicht im Stich lassen kann. Dass es normal ist, dass man alle Schritte vor den Auftritten ganz besonders oft übt. Dass es Kinder gibt, die die Schritte nicht so schnell drauf haben wie er, die einfach mehr Training brauchen. Bisher ging das immer gut. In den letzten Wochen allerdings kommt dieses “Ich will nicht zum HipHop” wieder extrem durch. Ich diskutiere es, ehrlich gesagt, nicht jedes Mal aus. Vor zwei Wochen sagte mir Finn auf dem Hinweg wieder, dass er eigentlich gar nicht hinwolle zum Tanzen. Als ich ihn später dort wieder abholte, nahm mich eine der Mütter zur Seite und sagte mir, dass Finn fast die ganze Stunde mit Bauchweh auf der Bank gelegen und auch geweint habe.

Ich kenne unseren Sohn. Ich will nicht sagen, dass er ein wunderbarer Schauspieler ist, aber er ist schon in der Lage, auf “Kommando” Tränen zu produzieren und sehr leidend auszusehen. Ich habe es zur Kenntnis, aber nicht übermässig ernst genommen. Nein, falsch. Natürlich habe ich es ernst genommen. Als Anzeichen, dass da was im Busch ist. Auf dem Rückweg vom HipHop war alles wieder gut (was auch nicht anders zu erwarten war!) – der Liebste und ich sprachen allerdings noch über den Vorfall. Was tun!? Ignorieren!? Auf keinen Fall. Wir standen irgendwo zwischen “wir können ihm nicht zeigen, dass er mit sowas durchkommt!” und “wir können ihn nicht dazu zwingen, dorthin zu gehen!” Denn letztendlich ist es eine Freizeitaktivität, die Spass machen soll.

Letzten Montag dann wieder die Diskussion. Im Sandkasten. Der Liebste war sozusagen via sms dabei, wir entschieden, das Tanzen dieses Mal ausfallen zu lassen. Finn versprach, das nächste Mal ganz sicher hinzugehen zum HipHop. Das wäre heute. Heute ist das letzte Mal vor dem Auftritt am 1. Juni….

Es ist schwierig, da richtig und gut und so zu entscheiden, dass alle zufrieden sind. Natürlich sind wir nicht zufrieden, wenn Finn nur noch mit Bauchweh zum HipHop geht, statt mit Spass. Ob es nun tatsächlich Bauchweh ist, lassen wir mal dahin gestellt, aber es gibt etwas, das ihn bedrückt und das er für sich als “Bauchweh” definiert. Wir wollen ihn nicht zwingen, etwas zu machen, das ihm keinen Spass mehr macht. Das wird ihm in seiner Schullaufbahn sicherlich auch noch das eine oder andere Mal passieren und dann muss er es machen.

Im Moment sind wir ein bißchen auf dem Standpunkt “Wenn möglich noch den Auftritt mitmachen und dann Pause bis nach den Sommerferien, um dann neu zu entscheiden, ob und was gemacht wird” Vielleicht ist es so tatsächlich für alle am Besten.

Am vergangenen Freitag dehnte sich das “Bauchweh” übrigens auch schon auf’s Kinderturnen aus. Wir haben bzw sollten ihn alle zusammen hinbringen (der Liebste hatte ja frei) und in der Zeit, die wir mit Felix von der Eingangstür der Turnhalle bis in die Umkleide brauchten, hatte Finn das Bauchweh überfallen, denn er empfing uns tränenüberströmt. Also haben wir ihn wieder mitgenommen. Ich bin mit Finn nach Hause gefahren, wo er sich auf’s Sofa legen sollte – Micha ist mit dem Purzel zu Fuss nach Hause gegangen. Ob sich das jetzt tatsächlich auch auf den Freitag ausdehnt oder ob es einfach die Tatsache war, dass er lieber bei uns bleiben wollte… ich weiss es nicht. Als ich später zu hause mit ihm drüber sprach, gab er zu, gar kein Bauchweh gehabt zu haben, sondern keine Lust zum Turnen, aber “ich wusste nicht, wie ich Euch das sagen sollte!” Klar, weil wir ja auch Monster sind.

And the winner is…

Bei twitter habe ich ja die Gewinnerin der Puzzlegalerie schon bekanntgegeben. Der Vollständigkeit halber jetzt auch noch hier.

Da die Jungs draussen beschäftigt waren, habe ICH mir um kurz nach 12 Uhr die Glückselfmütze aufgesetzt und die glückliche Gewinnerin aus dem Lostopf gezogen

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Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin [Adresse hab ich noch ^^] und an alle anderen: nicht traurig sein. Vielleicht gibt’s hier mal wieder was zu gewinnen hier ;-)

Lamaze Puzzlegalerie | Verlosung

Felix und ich durften die Lamaze Puzzlegalerie testen.

Die Puzzlegalerie lässt sich in zwei Phasen bespielen. In der ersten Phase kann sie als Eyecatcher am Gitterbett/Laufgitter etc befestigt werden und die verschiedenen Farben und Formen sollen das Sehvermögen fördern.
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In der zweiten Phase kann das Ganze als Puzzle genutzt und die wirklich niedlichen Figuren können in dafür vorgesehene Lücken gesteckt werden. In dieser zweiten Phase ist die Galerie leider nicht mehr (am Gitter) zu befestigen, sonst würden alle Figuren und Bilder Kopf stehen. Aber dann kann man es eben sowohl als Buch als auch als Puzzle benutzen.
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Ich finde es sehr praktisch, dass die Puzzleteile durch die Verbindung mit der Galerie nicht verloren gehen können. Jedes Teil macht darüberhinaus ein anderes Geräusch (Knistern, Rasseln…) Die Puzzleteile in die dafür vorgesehenen Lücken zu stecken, ist am Anfang ein bißchen schwer, aber ich bin mir sicher, dass das mit der Zeit immer besser und leichter gehen wird.

Die Verarbeitung der Galerie ist sehr gut und vor allen Dingen sehr stabil und die Gestaltung der Figuren wirklich zuckersüss.

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Zugegeben, unser Purzel ist schon ein bißchen alt für “diese Art von Puzzle”. Oder er hat einfach keinen Sinn für dieses wirklich schöne Teil. Damit es also hier bei uns nicht rumsteht und verstaubt, möchte ich es gerne verlosen. Jeder kann mitmachen, alles was ihr tun müsst ist, einen netten Kommentar unter diesem Beitrag zu hinterlassen. Ihr habt bis zum Sonntag, 20.Mai – 12 Uhr Zeit. Sollte dann mehr als ein Interessent kommentiert haben, werde ich einem meiner Männer die Glückself-Mütze aufsetzen und wir werden den Gewinner auslosen.

Viel Glück!

A moment to keep

Zugegeben, der Liebste hat mich dran erinnern müssen. Es ist nicht das erste, sondern schon das zweite Jahr, in dem ich in meinem Blog dem Mai, diesem besonderen Monat in unserem Leben, nicht die gebührende Beachtung schicke.

Der Mai ist in unserem Leben ein besonderer Monat. Am 10.Mai 2005 hatten wir den aller-, allerersten Kontakt. Drei Wochen später das erste Telefonat, dazwischen die erste ema, die erste sms…
Uns war schon damals klar, dass wor zusammengehören; dem Liebsten etwas eher als mir (aus Gründen)

Und nun!? Es ist wieder Mai. Unser Kennenlernen jährt sich zum siebten Mal. Wir leben unser Leben. Mit unseren Kindern, in unserem Haus – vogefüllt bis unter das Dach mit unserer Liebe.

Mein Herz, Du hast Recht, ich habe am zehnten nicht daran gedacht. Aber ich denke heute daran und werde es sicherlich auch noch öfter tun. Ich danke Dir, dass wenigstens DU daran gedacht hast. Dass es auch Dir wichtig ist, daran zu denken und sich daran zu erinnern.
Ich liebe Dich, mit jedem Tag der vergangenen sieben Jahre ein bißchen mehr. So sehr, wie ich es mir niemals vorstellen konnte. Wir leben das Leben, das wir uns vor sieben Jahren erträumt haben.

Du bist ein Geschenk des Himmels, mein wunderbarer Schatz und ich werde Dich niemals nicht hergeben.

Sieben Jahre…. kein Ende in Sicht!!!

Music was my first love

Die fabelhafte Frau Süd fragt nach unseren musikalischen Helden – und hat mich damit zu einem neuen blogeintrag inspiriert. Ganz ehrlich, dieser Tage habe ich keine musikalischen Helden. Keine Lieblingsgruppe, von der ich alle CDs besitze, keinen Lieblingssänger.

Meine Liebe zur Musik wurde ohne Zweifel von meinem Papa geprägt. Ich sehe noch heute seine imposante Plattensammlung vor mir, seine vielen Cassetten, mit aus dem Radio aufgenommenen Liedern seiner Jugend. Fein säuberlich notiert und alphabetisch in einem Ordner einsortiert. Durch diesen Ordern blätterte ich oft, suchte mir Titel aus, die mir gefielen, die lustig waren (“Tiptoe through the tulips” zB), hörte sie mir an, spielte sie mir auf meine eigene Cassette. Ich muss nicht sagen, dass mein Bettkasten überquoll vor aufgenommenen Cassetten. Ich verbrachte Stunden vor’m Radio, immer den Finger an der Aufnahmetaste. Natürlich hatte ich auch ich ein Heftchen, in dem ich meine neuesten “Errungenschaften” eintrug. Noch im Zeitalter der CD verbrachte ich Stunden damit, mir Cassetten für’s Auto aufzunehmen. Cassetten für Urlaube. Für Zugfahrten. Heute gibt es mp3-Player, die all das erleichtern, aber es ist nicht mehr das Gleiche.

Musik begleitet mich schon mein Leben lang. Ich war immer eher der Boybandtyp, angefangen bei “Bros” und A-Ha über “Color me badd” bis hin zu den New Kids und (selbstverständlich) Take That. Darüberhinaus begleiteten mich natürlich so Urgesteine wie Die Ärzte und (jaja) PUR durch lange Strecken meiner Jugend. Natürlich gab es da noch viel viel mehr, aber das fällt mir jetzt nicht ein. Musik war immer um mich herum. Ich liess mich auch oft inspirieren. Von Freunden, von Musiktipps, Rezensionen. Eine besondere CD fällt mir dabei noch ein: die habe ich nur auf Empfehlung eines einzigen Bloggers gekauft, damals 2004, ohne auch nur einen Ton vorher gehört zu haben…. Diese hier. Und als ich sie dann hörte, war ich wie gebannt. Von jedem einzelnen Titel, jeder einzelnen Liedzeile. Ich glaube, das war wirklich einzigartig bisher.

Eine Zeitlang dachte ich, ich wäre einfallslos, wenn ich mich immer nach dem richtete, was meine Freunde hörten. Heute denke ich, dass das ein echter Glücksfall war. So kam ich durch meinen exbesten Freund zB zu meiner Liebe zu Dance im weitesten Sinn, ohne einen anderen Freund besässe ich heute keine einzige klassische CD. Und ich hätte auch noch nie was von Kehlkopfgesang gehört und mir wären die wunderbaren Lieder von Subway to Sally und Schandmaul für immer verborgen geblieben.

Heute bin ich eher so eine MainstreamMusikhörerin. Ich höre, wenn überhaupt, meistens Radio oder habe MTVBrandNew an. So bleibe ich wenigstens ein bißchen auf dem Laufenden.

Also, liebe Frau Süd, keine musikalischen Helden. Meine Lieblinge derzeit?

- Far East Movement  feat Justin Bieber – Live my life

- Carly Rae Jepsen – Call me maybe

- Kris feat Dante Thomas – Diese Tage

- Nicki Minaj – Starships

- Ed Sheeran – The A Team und Lego House

und

nicht neu, aber neu aus dem Gedächtnis gekramt

- Kings of Convenience – I don’t know what I can save from you ♥

Tage wie diese

Gestern war “so ein Tag”. Mal abgesehen davon, dass dank meiner beginnenden Periode mein Körper eine Gefühlsachterbahn fuhr; auch sonst war er so ganz anders.

Das fing schon vormittags an. Ich brachte den Purzel wie immer ins Bett, hörte ihn fünf Minuten später weinen, acht Minuten später verzweifelt weinen. Ich ging zu ihm hoch, nahm ihn auf den Arm, schuckelte ihn, er beruhigte sich und schlief schliesslich ein. Doch sobald ich ihn in sein Bett legte, war er wieder wach und weinte. Nachdem wir dieses Spielchen drei Male gespielt hatten, beschloss ich, den Vormittagsschlaf also ausfallen zu lassen und nahm ihn mit ins Wohnzimmer. Er machte so gar keine Anstalten, von meinem Arm zu wollen, eher im Gegenteil – und so setzte ich mich mit ihm auf’s Sofa, gab ihm seine Saftflasche und beobachtete, wie er erst mit offenen Augen vor sich hin döste und ihm schliesslich die Augen zufielen. “Premiere”, ging es mir durch den Kopf, denn ich konnte und kann mich nicht erinnern, dass Felix mal seinen Vormittagsschlaf auf mir gemacht hat. Auch der Liebste konnte sich nicht erinnern und ich bin mir ziemlich sicher, dass das letzte Mal, das Felix auf mir geschlafen hat, damals, war, als er noch winzigklein und gerade erst geboren war und wir zwei zusammen auf dem Sofa nächtigten.
Ja, damals, bei Finn, da war das ganz anders. Der hat ja ganz lange seinen Mittagsschlaf auf mir gemacht. Oder zumindest eine ganze Zeitlang… Aber unser Junior ist eh so ein Mama-und-Papa-Schläfer ♥ Wir weisen ihn zwar immer wieder darauf hin, dass er doch auch ein sehr schönes Bett habe, in dem er einschlafen könne, aber zur Zeit möchte er lieber unten bei uns auf dem Sofa einschlafen. Oder besser gesagt ins Koma fallen. Denn wenn für ihn der Zeitpunkt zum Schlafen erreicht ist – entweder, weil wir ihn auf die Schlafenszeit hinweisen oder weil er sich von selbst hinlegt – ist er in der Regel innerhalb von einer halben Minute eingeschlafen :) Alles also ganz unkompliziert.
Auch Felix ist ganz unkompliziert. Auf eine andere Weise. Ihn kann ich problemlos wach ins Bett legen, das Einschlaflied singen, ihm eine “Gute Nacht” wünschen, die Spieluhr anmachen und rausgehen. Etwas, das bei Finn nie ging. Schon gar nicht in dem Alter. Oder sollte ich besser sagen: was ich bei Finn nie gemacht hätte!? ;-) Denn das trifft es wohl eher. Ich erinner mich, wie ich schuckelnd und singend Stunde um Stunde an seinem Bett oder mit ihm in unserem Bett sass und ihn in den Schlaf begleitete. Eine Zeitlang durfte ich das auch bei Felix, aber im Moment möchte der einfach was anderes. Und das ist ja auch okay so. Jedes Kind ist anders und bei uns bekommt jedes unserer Kinder das, was es braucht.

Was mich, nach einem kleinen Umweg, zurück zu dem Bauchschlafen von gestern führt. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, als der Purzel da auf mir schlief. Habe seine Stirn befühlt, mir sein Verhalten vom Morgen ins Gedächtnis gerufen – und ihn auch den Rest des Tages beobachtet. Und bin sehr schnell zu dem Schluss gekommen, dass er einfach ein bißchen Nähe brauchte. Er ist nicht krank, nur ein winzigkleines bißchen schlapp – aber das hängt mit dem abklingenden Schnupfen zusammen – und auch sonst ganz der Alte.
Das Zubettbringen gestern abend klappte dann, etwas wider Erwarten, genauso gut wie sonst auch.

Da der Junior gestern keine Verabredung hatte, konnten wir gestern den RestTag nach dem Kindergarten ganz entspannt angehen. Als es so gegen kurz nach drei heftig anfing zu regnen war ich auch sehr froh darüber, dass ich nicht gerade mit ihm auf dem Weg zu irgendeinem Kumpel war. Erst haben wir Mittag gegessen, dann eine kleine Mittagspause eingelegt. Danach sind die Jungs duschen gegangen, dann wollten wir Kekse ausstechen (Notiz an mich: entweder das nächste Mal vorbereiten oder ein Rezept suchen, wo der Teig nicht ruhen muss), zumindest haben wir dann den Teig vorbereitet. Bis der dann ausstechfertig war, kam auch der Liebste schon nach Hause und ich konnte Finn nur schwer dazu bewegen, noch ein paar Kekse auszustechen.

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Lange Rede, kurzer Sinn: der Nachmittag war extrem entspannt und das hat man unserem Grossen auch angemerkt. Er war sichtlich entspannt und umgänglich – etwas, was man von ihm nicht jeden Tag behaupten kann. Und da zeigt sich mal wieder, dass wir unbedingt solche “AuszeitTage” beibehalten müssen.

Jetzt bin ich so abgeschweift, dass ich gar nicht sicher bin, ob ich alles geschrieben habe, das ich schreiben wollte. Nuja, ich geh mal davon aus

Hier noch ein Vergleich: 21 Monate

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Kleine Wunder

MosaikKleineWunder

Our lives are made in these small hours; these little wonders, these twists and turns of fate. Time falls away, but these small hours, these small hours still remain

Ich bin ja in der glücklichen Lage, mich morgens nicht hetzen zu müssen. Es wartet kein Schreibtisch auf mich, kein Arbeitgeber der darauf pocht, dass ich pünktlich um halb neun an meinem Platz sitze. Und so kann ich morgens den Kindern das Tempo-Vorgeben überlassen. Wir starten ruhig in den Tag, sind im Moment meistens sogar schon um kurz vor acht fertig und gehen dann los zum Kindergarten.
Zugegeben, der Junior fährt im Moment am Liebsten zum Kindergarten. Die kleinen Wunder am Wegesrand bleiben ihm deshalb manchmal verborgen. Anders geht es mir. Und dem Purzel. Spinnweben; Katzen, die aus Fenstern gucken; Regentropfen; Sonne, die durch Hecken scheint und einzelne Blätter beleuchtet; Vögel die sich um die leckersten Würmer rangeln oder vor Katzen warnen.
Unser Weg zum Kindergarten und zurück ist wahrlich nicht lang. Wenn man entspannt läuft, sind es vielleicht fünf bis acht Minuten.

Den Hinweg schaffen wir meistens auch in dieser Zeit, weil wir den Junior einholen oder zumindest zeitnah mit ihm eintreffen “müssen”.

Aber auf dem Rückweg ist der Kleinste der Tempogeber. Da müssen wir dann auch schon drei-, viermal oder noch öfter zurück zu dem Fenster, in dem der Hund sitzt. Oder zu der Stelle, wo wir vor ein paar Wochen mal einen Regenwurm gesehen haben. Kleine Wunder eben…. Der Purzel hat da ein echtes Adlerauge und ich lasse mich da auch gerne von ihm erstaunen.

Kleine Wunder…. leider gehen sie in der Hektik des Alltags unter. Dabei sind sie eigentlich überall zu finden, wenn man nur die Augen aufmacht.

Versucht es einfach mal!

Kochinspirationen

Ich bin, das ist jetzt, glaube ich, nicht wirklich was Neues, alles andere als eine Kochfee. Und backen… Ich hab schon Lust daran, neue Dinge auszuprobieren – eine grosse Inspiration ist da für mich der blog der wundervollen Frau Süd (zusammen mit Frau Nord, die will ich nicht unerwähnt lassen) Dort hab ich mich letztens durchgeklickt, links gespeichert und später dem Liebsten eine lange Liste mit Ausdruck”befehl” geschickt. Das “Problem” daran – meistens komme ich nur am Wochenende dazu, mal was ganz Neues auszuprobieren.

Unter der Woche bin ich meistens eher ratlos. Und, durch den supermäkeligen Junior, der nur in Ausnahmefällen mal was Neues probiert, auch ziemlich eingeschränkt. Also doppelt eingeschränkt, sozusagen. Ich bin zwar immer auf der Suche nach alltagstauglichen Rezepten, bleibe aber doch meistens beim Altbekannten. Und das ist, auch das gebe ich gerne zu, nicht sehr viel.

Um so schöner, dass es da jetzt einen neuen blog in Kleinbloggersdorf gibt. Er nennt sich “Muddi kocht – alle satt” und wird (unter anderem) von ein paar ganz reizenden Twitterdamen befüllt. Dort gibt es schnelle, einfache Rezepte, buchstäblich für die ganze Familie. Dort gibt es auch für mich sicherlich die ein oder andere Inspiration, an der ich mich mal versuchen werde…..

Schaut mal vorbei, da ist sicherlich auch für Euch was dabei!